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Allgemein, Kirche, Soziales & Gesellschaft

Mach keinen Scheiß mit deinem Kreuz!

Apropos Karfreitag: Die CSU stellt jetzt überall Kreuze auf. Dabei sei dies kein religiöses Symbol, sondern ein kulturelles, meint der bayerische König, Markus Söder.

Dass das grober Unfug ist, bekommt er nun von katholischer und evangelischer Seite zugerufen; von Musliminnen und Atheisten. Zurecht. Treffend beschreibt Peter Aschoff, wie sehr die christliche Partei CSU das zentrale Symbol der Christenheit missversteht:

Das Kreuz steht ausdrücklich nicht für Selbstdurchsetzung und Dominanz, sondern für den Verzicht darauf. Damit steht es für den Verzicht auf eine öffentliche Symbolhoheit, die andere Standpunkte allenfalls gönnerhaft duldet. Folglich verbietet sich die angestrebte Verstaatlichung dieses Symbols […]

— Peter Aschoff (Blog)

Damit ist alles gesagt zum lächerlichen Versuch der CSU, den Rechtspopulisten die Rettung des christlichen Abendlandes abzunehmen. Macht kein Scheiss mit dem Kreuz!

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Karfreitag – Eine Absage

Heute ist Karfreitag. Die Läden bleiben geschlossen, in großen Teilen des Landes herrscht Tanzverbot.

Karfreitag ist die Absage an den strahlenden Sieger. Christinnen und Christen folgen keinem glänzenden Weltherrscher, sondern einem Folteropfer. Gott steht nicht allmächtig über den Dingen, sondern geht an ihnen zugrunde.

Deshalb lässt sich mit Bezug auf die „christliche Prägung“ unseres Landes keine Abgrenzung rechtfertigen. Treffend bringt das Reinhard Binger in der FAZ auf den Punkt:

In der christlichen Religion wird nicht die erhabene Stärke eines mit Allmacht gepanzerten Gottes verehrt, sondern ein verlassen am Kreuz hängender Sterbender.

Wer behauptet, eine christliche Politik zu betreiben, lügt.

— Reinhard Binger (FAZ)

Allgemein, Soziales & Gesellschaft

Wer braucht Regierung?

Mittlerweile steht die GroKo, aber am Wochenende war Deutschland noch regierungslos. Kein Grund zur Aufregung, sondern zur Phantasie, finde ich. Zuerst erschienen bei theologiestudierende.de 

Vier Monate liegt die Bundestagswahl schon zurück und noch ist keine Regierung gebildet. Bricht in Deutschland Anarchie aus? Zumindest fahren die Busse noch, der Müll wird abgeholt, PolizistInnen stellen Strafzettel aus und die Supermarktregale sind so gut gefüllt wie eh und je.

Also alles halb so wild. Die Ordnung unseres Gemeinwesens wankt nicht, dank stabiler Strukturen, klaren Regeln und auch dank des föderalen Aufbaus unseres Landes: Auch ohne Bundesregierung kommen Landes- und KommunalpolitikerInnen ihrer Verantwortung nach. Schön, in einem Land zu leben, dessen Ordnungen zwar nicht immer nachvollziehbar, aber doch verlässlich sind.

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Kirche, Soziales & Gesellschaft

Kein Kompromiss, nirgends

Zuerst erschienen auf theologiestudierende.de

Eigentlich bin ich ein ziemlich entschlossener Mensch. Wenn ich zu einer Meinung gelange – oder sie zu mir –, dann stehe ich fest. Dann bin ich überzeugt und will überzeugen. Dann gebe ich nicht nach. Dann gibt es keine Kompromisse, weil meine ganze Meinung richtig und wichtig ist. Das gilt für politische Überzeugungen ebenso wie für theologische Ansichten. Aber zwei Ereignisse der letzten Wochen bringen mich ins Nachdenken: Zeigt sich im Kompromiss nicht wahre Größe?

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Allgemein, Soziales & Gesellschaft

Endlich wieder Ruhe?

Jetzt geht es erst richtig los: Nach diesem Wahlkampf wünschen sich viele, dass wieder Ruhe einkehrt. Für Christinnen und Christen ein zu frommer Wunsch.

Die Wahl ist gelaufen. Endlich! Ich kann es kaum erwarten, wieder durch die Innenstadt laufen zu können, ohne dass sexy Lindner mir „Bedenken second“ zuraunt und der Regen Wahlplakate in eine ekelhafte, braune Pampe verwandelt, die meine Schuhe beschmutzt.

Endlich kehrt wieder Ruhe ein! Gut, viele waren von Angela-#fedidwgugl-Merkels und Martin-„Ich-will-Kanzler-werden“-Schulz’ lahmer Auseinandersetzung gelangweilt, aber trotzdem: es brodelte.

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Allgemein, Kirche, Soziales & Gesellschaft

Über die (Un)Möglichkeit, Bonhoeffer treu zu sein

Wie verhalten sich ChristInnen zum Staat; und wie soll sich die Kirche zu ihm positionieren? Auf theologiestudierende.de beschäftigen wir uns einen Monat lang mit „Kirchen und Politik“. Marvin Gärtner plädierte in seinem Artikel zum laufenden Themenmonat „Kirchen und Politik“ dafür, unabhängiger vom Staat zu werden. Diese Forderung ist nicht ganz falsch, basiert aber auf falschen Annahmen. Eine kritische Antwort, warum wir uns heute nicht von Bonhoeffer oder Luther leiten lassen können.

Ich stimme zu: Gott ist für Christinnen und Christen die letzte Instanz, vor der das ganze Leben zu rechtfertigen ist. Gottes Gebote geben den Maßstab vor, an dem sich das zwischenmenschliche, politische, wirtschaftliche Handeln, also das ganze Leben zu orientieren hat. Kein Bereich kann davon gelöst werden.

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