Endlich wieder Ruhe?

Jetzt geht es erst richtig los: Nach diesem Wahlkampf wünschen sich viele, dass wieder Ruhe einkehrt. Für Christinnen und Christen ein zu frommer Wunsch.

Die Wahl ist gelaufen. Endlich! Ich kann es kaum erwarten, wieder durch die Innenstadt laufen zu können, ohne dass sexy Lindner mir „Bedenken second“ zuraunt und der Regen Wahlplakate in eine ekelhafte, braune Pampe verwandelt, die meine Schuhe beschmutzt.

Endlich kehrt wieder Ruhe ein! Gut, viele waren von Angela-#fedidwgugl-Merkels und Martin-„Ich-will-Kanzler-werden“-Schulz’ lahmer Auseinandersetzung gelangweilt, aber trotzdem: es brodelte.

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Über die (Un)Möglichkeit, Bonhoeffer treu zu sein

Wie verhalten sich ChristInnen zum Staat; und wie soll sich die Kirche zu ihm positionieren? Auf theologiestudierende.de beschäftigen wir uns einen Monat lang mit „Kirchen und Politik“. Marvin Gärtner plädierte in seinem Artikel zum laufenden Themenmonat „Kirchen und Politik“ dafür, unabhängiger vom Staat zu werden. Diese Forderung ist nicht ganz falsch, basiert aber auf falschen Annahmen. Eine kritische Antwort, warum wir uns heute nicht von Bonhoeffer oder Luther leiten lassen können.

Ich stimme zu: Gott ist für Christinnen und Christen die letzte Instanz, vor der das ganze Leben zu rechtfertigen ist. Gottes Gebote geben den Maßstab vor, an dem sich das zwischenmenschliche, politische, wirtschaftliche Handeln, also das ganze Leben zu orientieren hat. Kein Bereich kann davon gelöst werden.

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Ökumene auf marokkanisch

Zuerst erschienen auf theologiestudierende.de

Nicht nur die Lage der katholischen Kirche in Oujda, ganz im Osten Marokkos, ist außergewöhnlich: Mitten in der Stadt teilt sie sich mit einer Moschee den zentralen Platz; links ragen die Kirchtürme, rechts der Turm des muslimischen Gotteshauses in den Himmel. Nein, auch was in der Kirche geschieht, ist besonders. Das Gotteshaus wird ökumenisch genutzt, und zwar die ganze Woche. Warum scheint das Miteinander von katholischen und evangelischen Christen in Marokko so viel leichter zu gelingen? Unterwegs in einem muslimischen Land. Weiterlesen Ökumene auf marokkanisch

„Frau Zschäpe spielt gern Volleyball“ – Zwei Tage im NSU-Prozess

Die freien Tage in München habe ich genutzt, um den NSU-Prozess zu beobachten. Zwei Verhandlungstage verbrachte ich auf der Tribüne. Meine Beobachtungen des 350. Verhandlungstages – meinem zweitem. Wie Beate Zschäpe ihre Zeit in der Haft verbringt, woher sie Geld bekommt. Überraschende Entdeckungen. Weiterlesen „Frau Zschäpe spielt gern Volleyball“ – Zwei Tage im NSU-Prozess

Carsten rutscht ab – Zwei Tage im NSU-Prozess

Die freien Tage in München habe ich genutzt, um den NSU-Prozess zu beobachten. Zwei Verhandlungstage verbrachte ich auf der Tribüne. Meine Beobachtungen des 349. Verhandlungstages – meinem ersten. Wie Carsten S. in die rechte Szene rutscht.

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Gedenken und Vergessen

Am heutigen Freitag gedenkt die Bundesrepublik den Opfern des Nationalsozialismus. Vor 72 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Die Gräueltaten des NS-Regimes wurden dem Schatten entrissen und standen erstmals im Licht einer entsetzen, fassungslosen Öffentlichkeit, die nicht begreifen kann, dass im 20. Jahrhundert so etwas barbarisches möglich ist.

Die Frage nach dem Warum kann nicht beantwortet werden – trotzdem darf das Erinnern nicht aufhören. Gerade, weil die neuen Rechten die Erinnerungskultur als „Schande“ bezeichnen. Weiterlesen Gedenken und Vergessen

Moment Mal: Rechte Pfarrer?

Zuerst erschienen auf theologiestudierende.de

Ein Pfarrer outet sich in Internetforen als AfD-nah. Jetzt ist er arbeitslos. Hat er das verdient?“ fragte die ZEIT vergangene Woche. Geschildert wird der Fall des 41-jährigen Thomas Wawerka, der seine Pfarrstelle im sächsischen Frohburg nicht behalten durfte.

„Offensichtlich hat jemand alle meine Kommentare gesammelt und sich bei der EKD-Leitung über mich beschwert“, behauptet er. Die Online-Kommentatoren und Unterstützer werfen der Evangelischen Kirche „Gesinnungsschüffelei“; vergleichen den geschassten Pfarrer mit Bonhoeffer – auch dieser musste ja für die „Abweichung vom Zeitgeist“ bezahlen. Gibt es politische Grenzen für Pfarrerinnen und Pfarrer? Wie verhält sich die Kirche zu AfD und Pegida? Weiterlesen Moment Mal: Rechte Pfarrer?